Female Jam 2016

Wie jedes Jahr macht die 8.März-Crew eine Graffiti-Jam zum Frauentach!
Tagsüber, das wird fett.
Alte Feuerwache Axel-Springer-Str. 40/41, 10969 Berlin-Kreuzberg

Bericht vom Frauentach-Jam 20016 von Caro, erschien erstmals auf ihrem TAZ Streetart-Blog.

Schaut Euch auch den Mitschnitt von der Female Fame-Veranstaltung auf dem Reclaim Your City-Kongress an

 

 

Ich bin meine eigene Frau

Pünktlich zum morgigen Frauen(-kampf-)tag ist das neue Riesenbild im Rahmen der „All Female Jam 2016″ im Hof der Alten Feuerwache in Kreuzberg fertig geworden. Wow, bunt, vielseitig und ausdrucksstark ist es geworden!

 

Jedes Jahr malen Frauen gemeinsam (! manchmal gar nicht so einfach in der Graffitiwelt!) diesen Hof zum Frauentag am 08.03. Jede kann mitmachen und spannende Energien entstehen. Dieses Jahr haben maßgeblich mitgestaltet: Jules the Cat, Pozor, Mapix, Mizza, Tolie, Ara, Sheron, Kotelett, Tilda, Lucky Cat, SU, Panda und Minka.

 

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ICH„: Das Zuckerstangen-I find‘ ich gut – es grüßt so nett!

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MEINE„: Das Känguruh-N trägt die Maulwürfe in der Tasche, um ihnen die überirdische Welt zu zeigen, da sie ja sonst unter der Erde leben. Eine total einleuchtende und wirklich nette Erklärung, die ich vor Ort bekommen habe.

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EIGENE„: das haarige E und das Regen-Bogen-G gefallen mir gut.

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FRAU„: haben da nochmal alle zusammen die Buchstaben gestaltet? Das U, das unter anderem aus einem bunten Alphabet besteht, eröffnet nochmal alle Möglichkeiten des Frauseins.

ICH BIN MEINE EIGENE FRAU“ ist ein Zitat von Charlotte von Mahlsdorf (Ost-Berliner Unikat, Transvestit und Homo-Aktivistin – heute würde wahrscheinlich eher LGTB*-Aktivistin gesagt werden). Der Ausspruch bezieht sich einerseits auf Kritik darauf, dass sie sich zwar als Frau kleide, aber ein Mann sei und deswegen weniger Anspruch auf feministische Positionen hätte. Außerdem ist es eine Kritik an der Reduzierung von Ehe-Frauen auf das „meine“-Frau-Sein ihres Gatten. Für mich persönlich ist es eine passende Antwort auf die ganzen Diskussionen um sexualisierter Übergriffe auf Frauen: Im Grunde geht es doch um ein Recht auf die Selbstbestimmung ein jeder Frau, es geht um strukturellen Sexismus und darum, dass jede Frau selbstbewußt sich selbst definieren kann, wie sie es wünscht und nicht von außen aufgedrückt bekommt. In diesem Sinne wünsche ich allen Frauen einen kämpferischen Frauentag morgen!