22.1.93 rache fuer freiburg

Am 22. Januar 1993 starb Kerstin Winter in Freiburg – durch ein explodiertes Paket, das vor ihrer Wohnungstür lag. Schnell machten Gerüchte die Runde, Neonazis könnten ihr den Sprengsatz vor die Tür gelegt haben. 4000 Menschen beteiligten sich drei Tage nach Winters Tod an einem Protestmarsch durch die Innenstadt und machten in Redebeiträgen Rechtsextremisten für die Tat verantwortlich. Auch in anderen Städten gibt es wegen des Mordes Demonstrationen.Der Täter war ein Ex-Freund der Ermordeten. Eindeutige Indizien überführten den Fernmeldehandwerker als Bombenbauer. Er hatte den Sprengsatz aus einer Hochdruck-Gasflasche für Feuerlöscher, Teilen einer Mausefalle, Klingeldraht und Neun-Volt-Batterien gebastelt. Sein Motiv: enttäuschte Liebe.(Badische Zeitung, 09.02.2011)